Gesundheit: Starke Abwehr
Was hilft gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit, wenn die Erkältungszeit beginnt? Oft sind es keine großen Maßnahmen, sondern gute Gewohnheiten im Alltag. Diese sieben Tipps zeigen, wie Ernährung, Bewegung, Schlaf, Schleimhäute und Impfschutz perfekt zusammenspielen. Ganz verhindern lässt sich eine Erkältung...
Was hilft gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit, wenn die Erkältungszeit beginnt? Oft sind es keine großen Maßnahmen, sondern gute Gewohnheiten im Alltag. Diese sieben Tipps zeigen, wie Ernährung, Bewegung, Schlaf, Schleimhäute und Impfschutz perfekt zusammenspielen.
Ganz verhindern lässt sich eine Erkältung nicht. Aber der Körper ist auch nicht wehrlos. Haut und Schleimhäute bremsen viele Erreger ab, und die gelernte Immunabwehr erinnert sich an Viren, die sie schon kennt. Dieses »Gedächtnis« nutzen auch Impfungen.
Kälte allein macht nicht krank. Im Herbst sind wir nur öfter drinnen, und Heizungsluft macht Nase und Rachen anfälliger. Mit den Jahren reagiert die Abwehr zudem oft träger. Umso wichtiger ist es jetzt, mit ein paar Tipps die eigene Abwehr im Alltag gut zu unterstützen.
1. Bunt essen
Die Abwehr arbeitet am liebsten mit guter Grundversorgung. Auf den Teller gehören Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse und genug Eiweiß. Vitamin C liefern etwa Paprika, Kohl und Zitrusfrüchte, Zink steckt auch in Haferflocken, Käse, Fleisch, Fisch und Nüssen. Wichtiger als einzelne »Superfoods« ist jedoch die Mischung.
2. Licht tanken
Vitamin D bildet der Körper vor allem mithilfe von Sonnenlicht. In den dunkleren Monaten gelingt das in Deutschland schlechter. Wer selten nach draußen kommt oder wenig mobil ist, sollte daher genauer hinschauen. Trotzdem nicht auf Verdacht zu Präparaten greifen: Arztpraxis oder Apotheke helfen gerne bei der Einschätzung.
3. In Schwung kommen
Ein Spaziergang, Übungen am offenen Fenster, Treppensteigen oder der Einkauf zu Fuß: Bewegung bringt Kreislauf und Stoffwechsel in Gang. Es muss kein Sportprogramm sein. Regelmäßigkeit zählt. Wer länger pausiert hat, startet sanft; bei Herz-, Lungen- oder Gelenkbeschwerden vorher den Arzt fragen.
4. Nachtruhe ernst nehmen
Im Schlaf wird nicht nur der Kopf sortiert. Der Körper nutzt die Ruhe für Erholung. Wer dauerhaft schlecht schläft, kommt oft schwerer durch die Erkältungssaison. Feste Bettzeiten, ein kühles Schlafzimmer und abends weniger Handy und Grübeln helfen. Bleiben die Schlafprobleme trotzdem, bitte ärztlich abklären lassen.
5. Druck lösen
Dauerstress hält den Körper in Alarmbereitschaft. Das kostet Kraft, die im Herbst an anderer Stelle fehlt. Gute Gegenmittel sind ein täglicher Spaziergang, Ruhepausen, Telefonate mit vertrauten Menschen, Handarbeit, Musik oder feste Zeiten ohne Verpflichtungen. Zehn Minuten, die regelmäßig gelingen, helfen mehr als große Vorsätze, die nie umgesetzt werden.
6. Schleimhäute feucht halten
Nase, Mund und Rachen sind die erste Kontaktfläche für viele Atemwegsviren. Deshalb helfen einfache Gewohnheiten: genug trinken, regelmäßig lüften und bei Bedarf die Nase mit Kochsalzlösung befeuchten. Händewaschen bleibt ein Klassiker, besonders nach Bus, Bahn, Einkauf oder Arztbesuch.
7. Impfpass prüfen
Ein gesunder Alltag ersetzt keinen Impfschutz. Gerade ab 60 lohnt sich vor der Saison der Blick in den Impfpass. Die Grippeimpfung wird jährlich empfohlen; Pneumokokken, COVID-19, RSV, Gürtelrose, Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten können je nach Alter und Vorerkrankung hinzukommen. Hausarztpraxis und Apotheke helfen bei der Einordnung.
Starke Abwehr beginnt im Alltag: gesund essen, rausgehen, schlafen, Pausen machen, Hände waschen und den Impfschutz aktuell halten. Gerade im Herbst ist das die Mischung, die den Unterschied macht.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de



















